Yantra Yoga - Dzogchen

„Dzogchen ist die spirituelle Essenz aller buddhistischen Lehren. Es ist der Weg der Selbstbefreiung, der jeden sein wahres Wesen jenseits der Dualität erkennen läßt. Die wahre Natur des Menschen ist klar, leuchtend und bewußt, ungetrübt von Gedanken und Emotionen“

(Quelle: Namkhai Norbu: Dzogchen der Weg des Lichts )

Bei Dzogchen geht es folglich nicht, wie man zunächst vermuten könnte, um eine Veränderung des Geistes von einer unvollkommenen in eine vollkommene Natur. Dzogchen ist also keine graduelle Methode der Umwandlung von Geistesgiften in ursprüngliche Weisheit, wie sie oft anderen buddhistischen Lehransätzen zugrunde liegt, sondern eine auf unmittelbare Erkenntnis zielende Lehre. Es geht dabei um das Erkennen und die Stabilisierung der Erkenntnis der ursprünglich vollkommenen Natur des Geistes. Diese wurde, den Lehren des Dzogchen zufolge, aufgrund temporärer Verschleierung bislang lediglich nicht als solche erkannt. Die damit einhergehende Erfahrung wird auch als das Erkennen der Buddhanatur, des klaren Lichts ursprünglichen Gewahrseins bezeichnet. Nach den Lehren des großen Dzogchenmeisters Longchenpa, der die Dzogchenlehren von Vimalamitra im 14. Jahrhundert in seiner Textsammlung 'Snying thig ya bzhi' niederschrieb, ist die höchste Verwirklichung die Erlangung des Lichtes ursprünglicher Buddhaschaft, die spirituelle Ebene des Urbuddha Samantabadhra. Diese befindet sich jenseits des Lichtes des ursprünglichen Gewahrseins als das Licht des ursprünglichen Gewahrseins und Leerheit in Vereinigung. Aus diesem Licht entstehen dann durch dessen Manifestationsenergie die Lichtebenen von Leerheit und ursprünglichem Gewahrsein. Da jedes Lebewesen dieses Licht in sich selbst trägt, kann man diese Ebenen einmal durch Meditation - dies ist die auf tibetisch so genannte Methode des Thod Rgal - oder alleine durch das Lesen oder Hören von Dzogchentantras aus diesen Texten, die Methode des Khregs Chod, erlangen. Als höchstes Resultat der Verwirklichung der Lehren des Dzogchen gilt der sogenannte Regenbogenkörper.
( Quelle:Wikipedia)

 

 

 

Dzogchenmeister - Namkai Norbu

Wegen seiner fundierten Kenntnisse in allen Aspekten der tibetischen Kultur wurde er bereits als 22-Jähriger von Professor Giuseppe Tucci eingeladen, am Istituto Italiano per il Medio ed Estremo Oriente (IsMEO) in Rom zu arbeiten. Nach vier Jahren am Institut erhielt Namkhai Norbu Rinpoche 1964 den Ruf als Professor am Istituto Universitario Orientale in Neapel, wo er bis 1992 unterrichtete. Zeit seines Aufenthalts in Italien setzte Chögyal Namkhai Norbu seinen Forschungsschwerpunkt hauptsächlich auf die alte Geschichte Tibets, mit besonderem Augenmerk auf der Bön-Tradition. Seine dabei entstandenen Werke, die Arbeiten über Geschichte, Medizin, Astrologie, Bön und Volkstraditionen einschließen, sind Zeugnis seines tiefen Verständnis der tibetischen Kultur und ihrer Ursprünge.
1971 begann Chögyal Namkhai Norbu Yantra Yoga zu unterrichten, eine alte Form des tibetisch-buddhistischen Yogas, welche Bewegung, Atmung und Visualisierung kombiniert. Einige Jahre später begann er, Dzogchen-Belehrungen an eine kleine Gruppe italienischer Schüler zu geben. Mit diesen gründete er die Dzogchen Community. Zu dieser Zeit war Dzogchen im Westen verhältnismäßig unbekannt. Als das Interesse an seinen Unterweisungen wuchs, widmete sich Rinpoche verstärkt dem Verbreiten der Dzogchen-Lehren. und dem Gründen von sogenannten 'Gars', weltweit verteilten Sitzen der Dzogchen Community. Heute gibt es solche Gars in Italien, Rumänien, den Vereinigten Staaten, Venezuela, Argentinien und Australien. Zusätzlich zu dieser spirituellen Aktivität gründete er das internationale Shang-Shung Institut und ASIA. Ziel der Shang Shung Institute ist die Bewahrung des kulturellen Reichtums von Tibet. ASIA ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation (NGO), deren Ziel es ist, medizinische und schulische Versorgung vor allem für die Bevölkerung Tibets zu ermöglichen bzw. diese beizubehalten.

(Quelle: Wikipedia)