Kundalini Yoga

Ein Gebet für dich

Lass den Wind in deinem Rücken sein,
Engel mit dir tanzen
Und dein Bewusstsein zum Sieg führen
Lass die Engel, die Großen Seelen, Avatare
Und alle Inkarnationen Gottes
Für dich beten.
Gehe aufrecht und segne alle,
in deiner Unschuld mit deiner Liebe,
Für jedermanns Frieden und Wohlstand.
Denke daran, was die Zeiten erfordern;
Diene den Bedürfnissen von Zeit und Raum.
Du wirst geheiligt, erhaben,
Wunderschön, großzügig und erfüllt sein.

Yogi Bhajan


Kundalini Yoga ist ein Teil von Tantra.
Kundalini Yoga beruht auf der Shiva-Shakti Philosophie, auch Tantra genannt. Shiva repräsentiert das Unveränderliche, das Unbewegte, das absolute Bewusstsein, in der Vedanta „Brahman“ genannt.
Shakti repräsentiert die schöpferische Energie.

Kundalini ist die Urenergie, die sich im Wurzel Chakra in einem schlummernden Zustand befindet. Sie ist die kosmische Kraft im individuellen Körper. Sie ist potentiell eine starke spirituelle Kraft (Shakti) Das Steigen der Kundalini (Shakti) und ihrer Vereinigung mit dem absolutem Bewußtsein (Shiva) bewirken einen Zustand höchsten Bewußtseins und Befreiung.

Wichtig beim Erwecken der Kundalini ist nach der Lehre der Prozess der inneren Reinigung.
Die yogische Praxis soll dazu dienen, die Energiekanäle und die Chakren zu reinigen und letztere zu öffnen, damit die aufsteigende Kundalini nicht blockiert wird.
Zur Praxis gehören Asanas, Pranayama, Bandhas, Mantras und Visualisierungen.

Laut Sukadev Bretz lässt sich spirituelle Enegie auch erzeugen, indem man Wünsche und Bedürfnisse sublimiert und Emotionen nicht auslebt. Wir sind im Westen meist gewohnt, und Wünsche und Bedürfnisse sofort zu erfüllen. Stattdessen kann man auch die Energie hinter dem Wunsch bewusst wahrnehmen und ins größere System einfließen lassen, ohne ihn sich erfüllen zu müssen. Du musst dir nicht jeden Wunsch verweigern, aber ab und zu mal Wünsche negieren, erzeugt spirituelle Energie.

Ähnlich ist es mit den Emotionen: verspürt man eine große Emotionalenergie, z.B. aufsteigender Ärger, kann man versuchen, die Energie dahinter wahrzunehmen, zu ent-etikettieren und ins System zu integrieren.
Diese Übungen sind nicht für Menschen gedacht, die ohnehin viel sublimieren und sich nicht recht trauen, das Leben ganz zu kosten. Im Westen gibt es aber eher die entgegen gesetzte Haltung, „ich will alles und sofort“. Hier führt eine größere Disziplin zu mehr Energie und innerer Kraft, es dient auch der Entwicklung des Willens. Spirituelle Aspiranten, gerade auch des linken Pfades, sollten die Fähigkeit zur Kontrolle entwickelt haben.

Ratschläge zum Umgang mit Kundalini-Erfahrungen: 
Vertrauen und Loslassen, geschehen lassen und sich der Energie anvertrauen. Die Kundalini-Kraft ist eine intelligente Energie, die „übernimmt“. Wenn möglich, können Gebete und Mantras gut eingesetzt werden.
Die Suche nach kompetentem Rat kann existentiell sein.
So gibt es in Deutschland ein „Spiritual Emergency Network, die Fachklinik Heiligenfeld, aber auch gute Yoga-Ashrams können hier eine Hilfe sein.
Manchmal ist es sinnvoll, sich zu erden, hart zu arbeiten, Sport zu machen, oder zu putzen anstelle zu meditieren.
Wichtig ist es auch, jetzt nicht abzuheben und sich als jemand Besseres zu fühlen. Das ist z.B. der Hauptgrund, warum etwa in der buddhistischen Tantra-Praxis soviel Wert auf Demut, Mitgefühl und das Boddhisattva-Gelübde gelegt wird.
(Quellentext: Sukhadev Bretz)